Archiv der Kategorie 'Rechte Aktivitäten'

Dortmunder Neonazischläger M. A. Brandt zu 2800 Euro Geldstrafe + 800 Euro Schmerzensgeld verurteilt
siehe auch: Antifa Union Dortmund

Neonazis stören Gedenkfeier zum 9. November und erhalten Strafanzeigen.

Trouble in Dorstfeld : „Polizeiliche Maßnahmen gegen Personen des rechten Spektrums“ am 20.09.

Antifaschistische Spontandemonstration nach Mordversuch

Am Sonntagmorgen, gegen 1 Uhr früh, griffen etwa zehn dunkel gekleidete Personen einen 40jährigen Mann an und schlugen so heftig auf ihn ein, dass die Ärzte im Krankenhaus von akuter Lebensgefahr sprechen. Das Opfer liegt weiterhin im künstlichen Koma. Die Polizeipresse spricht in diesem Zusammenhang von einem „versuchte[n] Tötungsdelikt“.
Mittlerweile verdichten sich die Hinweise, dass es sich bei den Tätern um Rechtsextreme handeln soll. Deshalb findet am Samstag ein Spontandemo statt:

23.05.2009 (Samstag) / 13 Uhr / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)

Aufruf der Antifa Union
Presseschau

Spontandemo in Dortmund um 20 Uhr

In Dortmund haben heute 300 Neonazis die 1. Mai-Demonstration des DGB mit Steinen angegriffen und sind danach randalierend durch die Innenstadt gezogen. Dabei wurden mehrere Personen verletzt und Polizeiwagen entglast, während die Polizei jede Gegenwehr gewaltsam unterband. Der Großteil der Nazis ist im Anschluss zwar von der Polizei in Gewahrsam genommen worden, es halten sich aber noch Nazis in der Stadt auf. Weil davon auszugehen ist, dass diese heute Abend noch eine Kundgebung vor der GeSa abhalten werden, rufen wir dazu auf, sich um 20 Uhr am Dortmunder Bahnhof zu einer Demonstration zu versammeln.

Aufruf zur Demo in Haltern am See

Nazigewalt ist alltäglich, aber was am Wochenende in Haltern passiert ist, sprengt den Rahmen dessen, woran sich mensch in der Region Dortmund gewöhnt hat. Innerhalb von 2 Stunden hat eine Gruppe von Neonazis offenbar fünf (!) Menschen ins Krankenhaus geprügelt und eine Geburtstagsfeier angegriffen. Den genauen Ablauf des Abend könnt ihr im Aufruf der Antifa Haltern nachlesen.

Wir rufen dazu auf, sich an der Demonstration am Samstag, um 14h am Halterner Hauptbahnhof zu beteiligen.
Zeigen wir den Betroffenen, dass sie nicht allein sind!

Wer mit dem Feuer spielt…

Während der gestrigen Demonstration des „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ gegen den Polizeipräsidenten Hans Schulze versuchten mehrere Nazis Demonstrationsteilnehmer_innen mit mit Tele-Objektiven ausgestatteten Kameras abzufotografieren. Unter den Fotographen befand sich auch der Neonazi Michael B., der bereits mehrfach als Fotograph am Rande von linken Demonstrationen in Erscheinung trat.
Dieses mal hat sich Michael B. allerdings die Finger verbrannt. Als Antifaschist_innen ihn aufsuchten, um das Fotographieren zu unterbinden, sprühte er mit Pfefferspray um sich und ergriff die Flucht. Diese gelang ihm offensichtlich nicht : kurze Zeit später jedenfalls wurde er am Karstadt Kampstraße wie auf folgendem Foto zu sehen angetroffen. Nachdem er von der Polizei in Gewahrsahm genommen wurde, stellte er Anzeige wegen Körperverletzung. Was sich auf seiner Kamera befand dürfte Polizei und Staatsanwaltschaft, siehe hier, sicher brennend interessieren.

Immer wieder tauchen am Rande von linken und antifaschistischen Demonstrationen Nazis auf, um Teilnehmer_innen zu fotographieren. Diese Fotos werden dazu genutzt, sie in der Neonaziszene mitsamt gesammelten Daten wie dem Namen und der Adresse herumzureichen, um so gezielte gewalttätige Übergriffe auf Antifaschist_innen möglich zu machen. Die von den Nazis als „Anti-Antifa“ bezeichnete Vorgehensweise dient darüber hinaus der Einschüchterung von politischen Gegnern und ist eines ihrer grundlegenden Mittel der politischen Auseinandersetzung.

„Donnerschlag“ geschlossen

Der Naziladen „Donnerschlag“, der zuletzt auf der Rheinischen Straße 143 in Dortmund lag, ist nun abermals geschlossen und geräumt worden. Nachdem bereits Anfang 2007 nach antifaschistischem Druck durch Demonstrationen, anderer Aktivitäten sowie einer Zusammenarbeit mit der Vermietung der Rausschmiss aus dem Gebäude 139 erfolgt war, führten die Neonazis aus dem alten Skinhead- und Kameradschaftsspektrum den Laden nun hier fort. Leider wurde der neuen Vermietung erst nach Abschluss eines Mietvertrags bekannt, welches Ei mensch sich da ins Nest gelegt hatte. Eine offizielle Zulassung gab es dann allerdings nicht, sodass es eher ruhig um den Laden wurde, in dessen Inneren aber weiterhin Neonaziartikel aus dem Skinhead-, Rechtsrock- und Nazihool-Bereich die Besitzer wechselten. In den letzten Jahren verkrachten sich die alten Recken der Dortmunder Neonaziszene um den Donnerschlag, deren Wurzeln in der Hooligantruppe „Borussenfront“ sowie der „Freiheitlichen Arbeiterpartei Deutschlands“ liegen, mit den neuen Schlägern der „Autonomen Nationalisten“ immer mehr. Zunehmend war der Donnerschlag innerhalb der Naziszene daher isoliert, das Aus nun, auch aufgrund des unkooperativen Verhaltens der Vermietung, ist daher garnicht so überraschend. Auch wenn es letztendlich an der Unterstützung innerhalb der Dortmunder Naziszene mangelte, bricht mit dem Donnerschlag ersteinmal ein bedeutender Teil der neonazistischen Infrastruktur weg. (Jetzt) nur noch ein einsamer Schuttcontainer vor verbarrikadierter Front zeugt noch vom Spuk, der zu Beginn und in der Mitte des Jahrzehnts vom Donnerschlag ausging.