Video: Polizeiübergriffe bei Gedenken an ermordeten Punk

Während der Kundgebung in Gedenken an Thomas Schulz griffen am vergangenen Mittwoch Beamt_innen der Dortmunder Polizeihundertschaft und der Streifenpolizei Teilnehmer_innen der Kundgebung an. Die Angegriffenen hatten vorher gegen die gewaltsame Festnahme von mehreren Punks protestiert, die von der Polizei am Betreten des Tatort des Mordes im Untergeschoss des U-Bahnhofs Kampstraße gehindert wurden.



Auf dem Video ist deutlich zu erkennen, dass von den Demonstrierenden keine Gewalt ausging. Es sind vielmehr Polizeibeamt_innen, die mit Faustschlägen ins Gesicht eines Mannes die Situation weiter eskalieren. Im Verlauf der Filmaufnahmen ist zu sehen, wie ein Polizeibeamter den Protestierenden Schläge mit dem Schlagstock versetzt, weitere Beamt_innen setzen Pfefferspray gegen sie ein.

Das Video widerlegt die Behauptungen der Polizei, sie habe sich vor Angriffen der Demonstrierenden verteidigen müssen. Besonders die Behauptung, es habe sich um “ca. 90 gewaltbereite, zum Teil vermummte Linksautonome” gehandelt, entlarvt sich als Schutzbehauptung eines Polizeiapparates, der trotz eigener Videoaufnahmen die Straftaten seiner Mitglieder deckt. Wir fordern den Polizeipräsidenten auf, Stellung zu dem Vorfall zu nehmen und darzulegen welche Konsequenzen die dokumentierten Vorgänge für die Schläger_innen in Uniform haben.

Wir rufen die Geschädigten dazu auf, sich beim Dortmunder Antifa-Bündnis zu melden und bieten unsere Hilfe bei der Vermittlung von Anwält_innen an.