Wer mit dem Feuer spielt…

Während der gestrigen Demonstration des „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ gegen den Polizeipräsidenten Hans Schulze versuchten mehrere Nazis Demonstrationsteilnehmer_innen mit mit Tele-Objektiven ausgestatteten Kameras abzufotografieren. Unter den Fotographen befand sich auch der Neonazi Michael B., der bereits mehrfach als Fotograph am Rande von linken Demonstrationen in Erscheinung trat.
Dieses mal hat sich Michael B. allerdings die Finger verbrannt. Als Antifaschist_innen ihn aufsuchten, um das Fotographieren zu unterbinden, sprühte er mit Pfefferspray um sich und ergriff die Flucht. Diese gelang ihm offensichtlich nicht : kurze Zeit später jedenfalls wurde er am Karstadt Kampstraße wie auf folgendem Foto zu sehen angetroffen. Nachdem er von der Polizei in Gewahrsahm genommen wurde, stellte er Anzeige wegen Körperverletzung. Was sich auf seiner Kamera befand dürfte Polizei und Staatsanwaltschaft, siehe hier, sicher brennend interessieren.

Immer wieder tauchen am Rande von linken und antifaschistischen Demonstrationen Nazis auf, um Teilnehmer_innen zu fotographieren. Diese Fotos werden dazu genutzt, sie in der Neonaziszene mitsamt gesammelten Daten wie dem Namen und der Adresse herumzureichen, um so gezielte gewalttätige Übergriffe auf Antifaschist_innen möglich zu machen. Die von den Nazis als „Anti-Antifa“ bezeichnete Vorgehensweise dient darüber hinaus der Einschüchterung von politischen Gegnern und ist eines ihrer grundlegenden Mittel der politischen Auseinandersetzung.