Archiv für Februar 2009

Erneute Flyer-Aktion

Am 26.02. verteilten erneut einige Kleingruppen in der Dortmunder Innenstadt flyer, die über das hiesige Naziproblem informieren. Das Flugblatt kann nach wie vor hier eingesehen werden.

Demo in Gedenken an Schmuddel

Antifaschistsche Gedenkdemo am 28.03.2009 in Dortmund
Am 28. März 2009 jährt sich zum vierten Mal jener Tag, an dem der Punk Thomas Schulz, genannt „Schmuddel“, von dem damals noch 17 jährigen Neonazi Sven Kahlin von der Skinhead Front Dortmund-Dorstfeld in einer belebten U-Bahn-Station brutal niedergestochen wurde und kurz darauf verstarb. Bei der diesjährigen Gedenkdemo geht es uns einerseits darum, an das Opfer des Nazimordes zu erinnern und diese traurige Realität gegen diejenigen zu verteidigen, die diese Tat zu entpolitisieren versuchten und es immer noch versuchen. Zum anderen müssen die immer stärker werdende Neonaziszene und ihre vermehrten brutalen Angriffe auf Linke, MigrantInnen und alternative Kulturprojekte thematisiert werden, indem wir ihnen und der Öffentlichkeit mit einer großen und entschlossenen Demonstration verdeutlichen, dass wir den Mord an Thomas Schulz nicht vergessen haben und verstärkt gegen die lokale Neonaziszene vorgehen werden. […]

Hier
der ganze Aufuf!

Kommt zur antifaschistischen Demonstration:
28.03.2009 / 15:00 h / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)

Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Gegen Neonazis und deutsche Verhältnisse!

Achtet auf Ankündigungen und Änderungen!
http://antifaunion.blogsport.de

Maastricht – Bus aus dem Ruhrgebiet

Am 1. März will die extrem rechte Organisation Voorpost in Maastricht gegen die niederländischen Drogengesetze demonstrieren.
Wir werden das verhindern, denn rechte Organisationen haben keinen Platz in Maastricht und nirgendwo.Mach mit, zeig deine Faust gegen Rechts!
Voorpost ist eine internationale extrem rechte Organisation mit Mitgliedern in Belgien, Holland und Südafrika. Nun organisieren Voorpost-Nederland und Voorpost-Belgien gemeinsam diese Demonstration, zu der auch andere faschistische Organisationen eingeladen werden. Bereits zugesagt haben einige Mitglieder verschiedener Organisationen und planen die Anreise
ihrer Delegationen. Der Vlaams Belang und die faschistische Studentenvereinigung NSV mobilisieren sogar selbst nach Maastricht. Die neo-nazistische NVU wird auch mit einer Deligation anwesend sein.
Wir wollen nicht nur verhindern, das die Demonstration stattfindet, sondern auch der internationalen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen extrem rechten Gruppen eine Niederlage verpassen.
Für weitere Informationen und Updates über Voorpost und unsere Demonstration gegen Rassismus behalte www.stopvoorpost.nl und www.afanederland.org im Auge. In Kürze erscheinen auf diesen Websites Abfahrtszeiten der Busse, mit denen wir gemeinsam nach Maastricht reisen, sowie Termine für unsere Infoabende über die Demo und über Voorpost.

via

Auf Grund von regem Interesse wird es aus dem Ruhrgebiet einen Bus geben welcher nach Maastricht fährt.
Die Tickets könnt ihr im Laufe der Woche auf diversen Veranstaltungen erwerben,
u.a. am Donnerstag und Freitag im SZ Bochum. Kostenpunkt ist 10€.

Falls ihr euch Karten blocken lassen wollt schreibt uns eine Mail.

Dortmund hat ein Naziproblem

Dortmund hat ein Problem mit Nazis. Sie fordern den Nationalen Sozialismus, erklären Dortmund zu ihrer Stadt und greifen politisch unliebsame Menschen an. Die Polizei sperrt für ihre Demonstrationen ganze Stadtviertel ab. Übergriffe finden fast wöchentlich statt, die Gewaltbereitschaft ist enorm. Erst am Samstag kam es bei einer Demonstration des Bündnis Dortmund Gegen Rechts zu einem Zwischenfall.

Der im folgenden abgedruckte Flyer wurde heute und in den letzten Tagen in der Innenstadt verteilt. Wir möchten aufmerksam machen auf ein Thema, das meist nur dann auf die Tagesordnung kommt, wenn es wieder spektakuläre Aufmärsche oder gar Straftaten gegeben hat.


Der Flyer:

Dortmund hat ein Naziproblem!

Überall in Deutschland gibt es Probleme mit Neonazis, auch in Dortmund. Hier wie dort versuchen sie ihr faschistisches Gedankengut an die Leute zu bringen. Jedoch änderte sich in der Art ihres Auftreten in den letzten Jahren vieles.
So gibt es in vielen Städten Neonazis, die sich nicht unbedingt nur im altbackene Naziskinoutfit zeigen, sie werden vermehrt durch sogenannte “Autonome Nationalisten” abgelöst. Diese versuchen sich gezielt durch ein „stylisch und revolutionär“ anmutendes Outfit sich in verschiedenen Jugendkulturen zu etablieren.

…auch in Dortmund

So versuchen die sich selbst als „Nationaler Widerstand Dortmund“ bezeichenenden Nazis seit 2001 gezielt Jugendliche aus allen Subkulturen für ihren vermeintlich akzeptablen Lifestyle, welcher jedoch auf ihrer faschistischen Ideologie fusst, zu gewinnen. Dass aus der sich als “nationale Alternative” verstehenden Bewegung mitunter mehr als nur radikale Sprüche kommen, zeigen die Angriffe auf alternative Kneipen, andersdenkende oder aussehende Jugendliche oder Menschen, die den Nazis einfach Paroli bieten.

Same procedure as last year…?!

Die Dortmunder Naziszene ist schon seit Jahren die größte und aktivste in ganz Nordrhein – Westfalen. So konnten die “Autonomen Nationalisten” mit ihrem sogenannten „Antikriegstag“ (der nächste ist schon für den 5. September 2009 angemeldet!) einen überregional bedeutsamen Naziaufmarsch in Dortmund etablieren. Ebenso ist es ihnen möglich ohne Probleme in der Innenstadt ihr extrem rechtes Gedankengut mit Flugblattaktionen an die Bürger zu bringen. Diesem Treiben der Dortmunder Naziszene wurde in der letzten Zeit jedoch kaum zivilgesellschaftliches Engagement entgegengesetzt.

…es ist doch unsere Stadt!
Das soll sich dieses Jahr ändern. Nehmen wir es nicht länger hin, dass sich die Dortmunder Naziszene derart den öffentlichen Raum aneignen kann. Ihnen soll 2009 Raum für ihre Aktionen entzogen werden, stattdessen soll ein antifaschistischer Konsens in Dortmund etabliert werden. Die Dortmunder Bürgerinnen und Bürger, insebesondere die jugendlichgeprägten Subkulturen sollten sich gegenüber der Neonaziszene klar abgrenzen!

2009 wird ein heißes Jahr für die Neonaziszene!

Laut einem Artikel auf der Medienplattform de.indymedia.org wurde am 1.2.09 in DO-Brechten ein dort ansässiger Nazi geoutet.

Zum Artikel

Naziouting in DO-Brechten

Laut einem Artikel auf der Medienplattform de.indymedia.org kam es heute in DO-Brechten zu einer Outing-Aktion eines lokalen Neonazis. Lest selbst!

Zum Artikel

Wer mit dem Feuer spielt…

Während der gestrigen Demonstration des „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ gegen den Polizeipräsidenten Hans Schulze versuchten mehrere Nazis Demonstrationsteilnehmer_innen mit mit Tele-Objektiven ausgestatteten Kameras abzufotografieren. Unter den Fotographen befand sich auch der Neonazi Michael B., der bereits mehrfach als Fotograph am Rande von linken Demonstrationen in Erscheinung trat.
Dieses mal hat sich Michael B. allerdings die Finger verbrannt. Als Antifaschist_innen ihn aufsuchten, um das Fotographieren zu unterbinden, sprühte er mit Pfefferspray um sich und ergriff die Flucht. Diese gelang ihm offensichtlich nicht : kurze Zeit später jedenfalls wurde er am Karstadt Kampstraße wie auf folgendem Foto zu sehen angetroffen. Nachdem er von der Polizei in Gewahrsahm genommen wurde, stellte er Anzeige wegen Körperverletzung. Was sich auf seiner Kamera befand dürfte Polizei und Staatsanwaltschaft, siehe hier, sicher brennend interessieren.

Immer wieder tauchen am Rande von linken und antifaschistischen Demonstrationen Nazis auf, um Teilnehmer_innen zu fotographieren. Diese Fotos werden dazu genutzt, sie in der Neonaziszene mitsamt gesammelten Daten wie dem Namen und der Adresse herumzureichen, um so gezielte gewalttätige Übergriffe auf Antifaschist_innen möglich zu machen. Die von den Nazis als „Anti-Antifa“ bezeichnete Vorgehensweise dient darüber hinaus der Einschüchterung von politischen Gegnern und ist eines ihrer grundlegenden Mittel der politischen Auseinandersetzung.