Dresden: Alle Infos in Kürze

Aktion gegen die Hausdurchsuchungen in Dresden und Berlin klick
Razzia in Berlin und Dresden: No Pasaran Mobimaterial beschlagnahmt. klick
Infos zum Vorabendbus: klick
Infoveranstaltungen in Dortmund: klick
Alle Ticketverkaufsstellen für alle Busse des NRW-Mobibündnisses: klick
Internetseiten:
NRW-Mobibündnis: klick | Keine Versöhnung mit Deutschland : klick | No Pasaran: klick

FlashMob in Köln

In Köln wird anlässlich der Hausdurchsuchungen in Dresden und Berlin zu zwei Flashmob-Aktionen am Samstag, den 23. Januar aufgerufen.

Link zum Aufruf bei Indymedia

Update: Bericht über die Flashmobs bei Indymedia

Dresden & Berlin: Polizeirazzien gegen Blockadebündnisse

Dresden & Berlin: Polizeirazzien gegen Blockadebündnisse

Am 19. Januar 2010 fand in Berlin und Sachsen eine Durchsuchungswelle gegen linke und antifaschistische Einrichtungen statt, die die Proteste gegen den Naziaufmarsch am 13.02.2010 in Dresden unterstützen. Unter anderem wurde der Antifa-Laden „Red Stuff“ in Berlin-Kreuzberg und das Infobüro in der Landesgeschäftsstelle der LINKEN in Dresden durchsucht. In Berlin wurden sämtliche Mobilisierungsmaterialien beschlagnahmt, die zu den Protesten gegen den größten europäischen Naziaufmarsch aufrufen. Begründet wird dies im Durchsuchungsbeschluss damit, dass das Aufrufen zu zivilem Ungehorsam und Blockaden ein öffentlicher Aufruf zu Straftaten sei.

Während die Polizei sich in den in den letzten Jahren damit begnügte, den Nazis den Weg durch Dresden frei zuprügeln, geht sie nun zur Vorabkriminalisierung der NazigegnerInnen über.

Wir lassen uns von diesen Repressalien nicht einschüchtern, sondern werden unsere Mobilisierung noch weiter intensivieren.
Es war, ist und bleibt dabei – wo Nazis marschieren, werden wir blockieren!
Jetzt erst recht: am 13.2. auf nach Dresden – gegen Naziaufmarsch und Polizeischikane!

Mehr Informationen: no-pasaran.mobi

Infoveranstaltungen gegen den Naziaufmarsch in Dresden

Demonstration in Dresden am 13.02.09Ende des Monats finden in Dortmund zwei Veranstaltungen gegen den Naziaufmarsch in Dresden statt. Die beiden Antifabündnisse „Keine Versöhnung mit Deutschland“ und „No Pasaran“ werden ihre Aktivitäten vorstellen.

Während der Veranstaltungen habt ihr die Möglichkeit, Tickets für den Vorabendbus nach Dresden zu erwerben. Weitere möglichkeiten zum Ticketkauf sind Mülheim, 19.1. und Köln, 22.1.

Die Veranstaltungen sind Teil der gemeinsamen Mobilisierung von antifaschistischen Gruppen aus NRW. Alle Infos hierzu findet ihr unter http://nopasarannrw.blogsport.de .

24.01. | 16:00 | Langer August, Braunschweiger Str. 22 | Keine Versöhnung mit Deutschland!
Der Dresden Mythos – Geschichtsrevisionismus am Beispiel Dresdens.
Der seit 1998 in Dresden, anlässlich der Bombardierung der Stadt im Februar ’45, stattfindende Naziaufmarsch hat sich als ein bedeutendes jährliches Großevent in der bundesweiten Naziszene etabliert. Spektrenübergreifend treffen sich jedes Jahr mehrere tausend Alt- und Neonazis um ihre geschichtsrevisionistische und die Shoa verharmlosende Propaganda in die Öffentlichkeit zu tragen. Das dies gerade in Dresden über Jahre hinweg nahezu ungestört möglich war, liegt an der allgemeinen Gedenkpraxis in der Stadt. Jahrelang fand hier eine fast ausnahmslose Stilisierung der Deutschen als Opfer statt. Die Ausblendung der Ursachen der Bombardierung sowie zahlreiche Mythen und Legenden boten Neonazis viele Anknüpfungsmöglichkeiten. In den letzten Jahren fand ein Wandel im Dresdner Gedenk – Diskurs statt, der sowohl eine artikulierte Abgrenzung von den Nazis als auch eine inhaltliche Verschiebung mit sich brachte. Doch trotz der offiziellen Entmythologisierung, Versachlichung und Kontextualisierung des 13. Februars bleibt das Dresden-Gedenken in seinem Kern geschichtsrevisionistisch und muss als solches kritisiert werden.
Der Vortrag gibt einen Überblick zum jährlich in Dresden stattfindenden Gedenken sowie dessen geschichtliche Entwicklung. Die Referent_innen gehen der These nach, dass das Gedenken in seinen verschiedenen Formen geschichtsrevisionistisch ist.

26.01. | 20:00 | Langer August, Braunschweiger Str. 22 | No Pasaran – Kein Naziaufmarsch in Dresden
Schon im letzten Jahr demonstrierten 5000 AntifaschistInnen auf Dresdens Straßen gegen den Aufmarsch. Daran will No Pasaran anknüpfen: Dieses Jahr gibt es ein breites Bündnis aus Antifagruppen, Partei(-jugenden), Gewerkschaften uvm, das zu Massenblockaden aufruft. Dabei orientieren wir uns an den Erfahrungen aus den Blockaden von Heiligendamm und dem Antiislamkongress in Köln.
Über das Konzept der Massenblockaden und die Möglichkeiten an ihnen Teilzunehmen wird es an diesem Abend nähere Infos geben.

Das NRW-Mobibündnis fährt nach Dresden

Wie auch im letzten Jahr mobilisieren antifaschistische Gruppen aus NRW nach Dresden, um sich dem größten europäischen Naziaufmarsch entgegenstellen zu können. Dafür hat sich in diesem Jahr ein NRW-Mobi-Bündnis gebildet, das eine gemeinsame Anreise organisiert.
Tickets und weitere Infos gibt es beim NRW-Mobi-Bündnis. Da sich die Seite allerdings noch im Aufbau befindet, kommen die meisten Infos erst in den nächsten Tagen.

Zusätzlich fährt ein Bus aus Köln und dem Ruhrgebiet auch zur vom Vorbereitungskreis „Keine Versöhnung mit Deutschland“/Venceremos organisierten Vorabenddemonstration zur Kritik am bürgerlichen Gedenkspektakel. Der Bus fährt in Köln ab und macht einen Halt im östlichen Ruhrgebiet. Danach schlafen wir gemeinsam in Dresden und brechen zusammen auf, den Nazis den Tag zu versauen.
Karten für diesen Bus gibt es auf der NRW-Mobitour vom Vorbereitungskreis sowie auf zwei Veranstaltungen in Dortmund, die wir zeitnah ankündigen werden. Bei Nachfragen könnt Ihr uns auch einfach mailen.

Auf nach Dresden!
Jedes Jahr auf’s Neue ziehen Neonazis aus ganz Europa anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten im 2. Weltkriegs durch die Elbstadt und bekunden offensiv ihre Sympathie mit dem NS-Regime. Unterstützt von FaschistInnen aus dem europäischen Ausland, handelt es sich um den mit Abstand größten und bedeutsamsten Aufmarsch der extremen Rechten in Europa. Im letzten Jahr kamen 7000 Nazis, die ihren Geschichtsrevisionismus und ihre Verherrlichung des Nationalsozialismus auf die Straße trugen. Für dieses Jahr ist mit einer erneuten Steigerung der TeilnehmerInnenzahlen zu rechnen, da der 65. Jahrestag der Bombardierung auf ein Wochenende fällt.

Auch in diesem Jahr wird es wieder eine große antifaschistische Mobilisierung geben, um dem Aufmarsch etwas entgegen zu setzen, u.a. sind Massenblockaden geplant. Auch aus NRW mobilisieren Antifa-Gruppen nach Dresden. Auf dieser Seite erfahrt in der nächsten Zeit alle wichtigen Infos zur Anreise: Neuigkeiten aus Dresden, Mobi-Veranstaltungen in NRW, Ticket-Verkaufsstellen und natürlich könnt ihr bald auch unseren Aufruf lesen.

Prozesse im Dezember

Einige Prozesse im Dortmunder Amtsgericht beschäftigten im Dezember die antifaschistische Szene. Dabei verliefen die Verhandlungen aus antifaschistischer Perspektive weitestgehend erfolgreich. Gegen die Auflage der Leistung von Sozialstunden sind einige gesammelte Jugendstrafsachen vom Gericht eingestellt worden. In einem Fall musste gegen eine Verurteilung Revision eingelegt werden.

Im Prozess gegen einen Neonazi, der an einem von mehreren Angriffen auf Antifaschist_innen im Vorlauf zum Naziaufmarsch zum “nationalen Antikriegstag” im September 2008 beteiligt war, verurteilte das Gericht den Angeklagten zur Zahlung einer Geldstrafe von 2800 Euro und 800 Euro Schmerzensgeld für den betroffenen Antifaschisten. Dieser war vom Angeklagten sowie einem weiteren, noch immer unbekannten Neonazi in einer Seitenstraße der Dortmunder Innenstadt gezielt überfallen, in eine Ecke gedrängt und durch Schläge und Tritte verletzt worden. Er musste damals unter Anderem aufgrund eines Nasenbruchs und herausgerissener Haarbüschel im Krankenhaus behandelt werden. Weil eine Zeugin des Übergriffs den Täter wenige Tage später als Teilnehmer einer Neonazi-Kundgebung in Dortmund wiedererkannte und ein Foto anfertigte, konnte dieser identifiziert und angeklagt werden.

Weiterhin waren 2 Antifaschist_innen angeklagt, im Sommer durch das Anbringen von Graffiti Sachbeschädigung begangen zu haben. Mit ihrer Sprühschablone wollten sie Orte, an denen sich Neonaziübergriffe ereignet hatten, kennzeichnen. Weil u.A. die zuständige Stelle der Stadt signalisierte, die Sache fallen zu lassen, und sich die Sprühereien bereits von selber abgetreten hatten, weil sie auf dem Boden angebracht waren, ließ das Gericht die Anklage nach einer kurzen Verhandlung fallen.

Im Verlauf der Gegenaktivitäten gegen den “nationalen Antikriegstag” im September 2008 soll es nach Ansicht der Staatsanwaltschaft zu einer Auseinandersetzung zwischen Antifaschist_innen und der Polizei in der Nähe des Stadtgarten gekommen sein. Die eingesetzten Polizeibeamten stellten sich ihrer Angabe nach einer Großgruppe von über 100 Antifaschist_innen in den Weg, die sich in Richtung der Route des Neonaziaufmarsches begeben wollten. Obwohl der Protest in Sicht- und Hörweite ausdrücklich ermöglicht werden sollte, wie die zwei als Zeugen anwesenden Polizisten angaben, hätten sie sich dazu entschlossen, die Großgruppe aus einer eigenen Gruppengröße von 6 Beamten heraus aufhalten zu wollen. In der sich daraus entwickelnden Konfrontation setzten die Polizisten Pfefferspray gegen diese Gruppe ein und schlugen mit ihren Knüppeln um sich. Nach dem Einsatz sollen ihnen dann Fotos von an diesem Tag in Polizeigewahrsam gebrachten Antifaschist_innen gezeigt worden sein, unter denen sie dann einige aus der Gruppe erkannt haben wollen. Der_dem Angeklagten wurde demnach die Straftat des Landfriedensbruch zur Last gelegt, sprich, sich in einer Gruppe zu befinden, aus der heraus Straftaten begangen werden. Das Gericht stützte sich auf die Aussagen der zwei Polizisten, die_den Angeklagte_n auf Fotos der Erkennungsdienstlichen Behandlung wiedererkannt haben wollen und sprach ohne groß zu zögern die Verurteilung zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 400 Euro zusätzlich der Gerichtskosten aus. In der selben Sache waren bereits Angeklagte freigesprochen worden, bei denen sich die Anklage auf genau die selbe Beweislage gestützt hatte, weshalb bereits Revision eingelegt worden ist.

In einigen weiteren Jugendstrafsachen, die u.A. den Verstoß gegen das Vermummungsverbot sowie das Anbringen von Graffiti zum Gegenstand hatten, gab es Verfahrenseinstellungen. Wegen der Vermummung wurde ein_e jugendliche_r Antifaschist_in zur Ableistung von Sozialstunden verdonnert, gegen die das Verfahren eingestellt würde.

Gegen den Naziaufmarsch in Recklinghausem am 28.11. !

Am 28.11.09 wollen Neonazis aus dem Spektrum der „Autonomen Nationalisten“ sowie der NPD-Jugendorganisation JN in Recklinghausen aufmarschieren. Die Nazis betrachten den Aufmarsch, der sich auch thematisch an den gescheiterten Aufmarsch in Leipzig vom 18.10., „Recht auf Zukunft“, anlehnt, als Revanche für ihre ebenfalls gescheiterten Aufmarsch in Dortmund vom 5. September. In beiden Fällen führten (unter anderem) sehr erfolgreiche Gegenaktivitäten dazu, dass die Nazis keinen Schritt von ihrem Treffpunkt aus marschieren konnten. Die Nazis starten also mit schlechten Karten und viel Gegenwind ins Rennen.

Für den 27.11. mobilisieren Antifaschist_innen daher zu einer Demonstration unter dem Motto „Weder Arbeit, Brot noch Freiheit – „modernen“ Nationalsozialismus bekämpfen!“. Für den 28.11. ist eine Demonstration aus dem bürgerlichen Spektrum angemeldet. Kommt daher nach Recklinghausen und verweist die Nazis auf ihr „Recht auf Arschtritt“ ! Aller guten Dinge sind drei !


Grafitti an einer Wand in Leipzig zum 17.10.

Nachtrag: Österreicher Revisionist bei NPD-Veranstaltung

Beim vom NPD Kreisverband Unna/Hamm als „einen besonders lieben Gast aus dem deutschen Bruderstaat Österreich“ bezeichneten Referenten der letzten NPD-Schulungsveranstaltung handelt es sich um den bekannten Revisionisten Walter Marinovic (Jhg. 1929). Die Schulungsveranstaltung, die im ehemaligen Naziladen „Buy or die“ in Dortmund-Dorstfeld stattfand, dessen Räumlichkeiten nun von „Autonomen Nationalisten“ aus Dortmund angemietet wurden, hatte am Freitag spontanen Antifa-Protest ausgelöst.

Thema des Marinovic-Vortrags war laut NPD-Unna der „Kampf des Befreiers Germaniens Arminius/Hermann“. Arminius habe sich im Jahre 9 gegen „die Supermacht der damaligen Zeit“ aufgelehnt, „um Freiheit und Eigenart zu verteidigen“. Ein Vortrag Marinovics zum selben Thema – Titel: „Arminius befreite 09 Germanien von den Römern – wovon befreien wir uns 2000 Jahre danach?“– hatte zuletzt im April für einen Skandal in Österreich gesorgt. Marinovic konnte seine extrem rechten Thesen auf Einladung des FPÖ-Abgeordneten Martin Graf, der zugleich auch Dritter Präsident des Nationalrats ist, im österreicherischen Parlament halten, was für größere Proteste seitens der Grünen gesorgt hatte.

Der ehemaligen Gymnasiallehrer Marinovic ist in Österreich als Revisionist und extrem Rechter bekannt. Er zeigt keinerlei Berührungsängste zur deutschen Neonazi-Szene: Seit Jahren verbreitet er seine geschichtsverfälschenden und rassistischen Positionen in einschlägigen Publikationen wie der „Deutschen Stimme“ und der „Deutschen Nationalzeitung“ oder spricht auf Tagungen von Organisationen wie der „Gesellschaft für freie Publizistik“ (GfP). Bei der NPD trat Marinovic schon Ende 2002 auf, als Gastredner des „1. Freiheitlichen Kongresses“ des Deutsche-Stimme Verlags.

Trotz der vielfältigen und dauerhaften Kontakte von Walter Marinovic ins Neonazi-Spektrum, trat der Revisionist auch bei einer Veranstaltung der CDU-Organisation „Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung“, einer Vertriebenenorganisation innerhalb der konservativen Partei, auf. Am 19. November 2008 referierte er in Hannover zum Thema „Wie deutsch ist Österreich?“. Der offizielle Bericht über die Veranstaltung würdigt den Österreicher mit folgenden Worten: „Dr. Marinowic steht für die Werte, die in Gefahr geraten, ihren geistigen Bestand in der Öffentlichkeit zu verlieren.“

Protest gegen Veranstaltung der NPD in Dorstfeld


Am Freitagabend fand in Dortmund-Dorstfeld eine antifaschistische Kundgebung gegen eine zeitgleich stattfindende NPD-Veranstaltung statt. Die extrem rechte Partei traf sich zu ihrer monatlichen Versammlung im Ladenlokal des „Nationalen Widerstands Dortmund“ in der Rheinischen Straße 135. Veranstalter der NPD-Versammlung war die NPD Unna/Hamm, deren Vorsitzender Hans Jochen Voß die circa 30 überregional angereisten NPD-Sympathisant_innen vor dem Ladenlokal begrüßte. Der Veranstaltungsort wurde von Mitgliedern der Neonazi-Kameradschaften aus Dortmund und Hamm abgesichert.

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Kundgebung gegen NPD-Veranstaltung in Dortmund

Für den heutigen Abend, den 23.10.09, ist eine Vortragsveranstaltung der NPD in Dortmund angesetzt. Die Veranstaltung findet im ehemaligen “Buy or Die” an der Rheinischen Straße seit etwa 18 Uhr statt. Kurzfristig wurde eine Gegenkundgebung um 19.30 Uhr an der U-Bahn-Haltestelle Heinrichstraße angemeldet. Kommt zur Gegenkundgebung und mobilisiert eure Freund_innen!



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